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Official UNREST
Fanclub
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live reviews |
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( nachzulesen auch im "Rock It", Ausgabe Febr./ März 2007, Heft Nr. 38) |
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Der letzte Samstag im September: Mit einem zünftigen Heimspiel wollen die fünf Power-Metaller von MYSTIC PROPHECY ihre Live-Aktivitäten zum noch aktuellen Album "Savage Souls" beenden - und haben sich mit dem Bremer Quintett UNREST sowie dem schweizerischen Vierer TEMPESTA teils mehr, teils weniger schlagkräftige Verstärkung ins Boot - ähem - Kaminwerk geholt. Denn die Eidgenossen vermögen es kaum, mit ihrer eigenwilligen Kreation aus METALLICA-meets-Southern-Rock den Funken auf die etwa 250 Anwesenden überspringen zu lassen.
Dafür zünden die Bremer Stadtmusikanten ein ACCEPT-ales Feuerwerk à la carte: Frontmann Sönke Lau erweist sich einmal mehr als charmant durchs Programm leitendes hanseatisches Pendant zu Udo Dirkschneider, der von seinen Leuten - allem voran den Gitarristen Claus Wiechert und Marco Liedtke - im zünftig-schwermetallischen Posieren unterstützt wird, dass sich fast schon die Bühnenbalken biegen. Dabei konzentrieren sich die HB-Männchen auf einen Querschnitt ihrer bisherigen Alben, lassen also Material ihres gerade erst veröffentlichten und demzufolge unter den Fans noch nicht so geläufigen Scheibchens "Back To The Roots" außen vor. Originell übrigens auch die Begründung dafür, nach "Don't X The Line", dem Rausschmeißer des offiziellen Sets, NICHT die Bühne zu verlassen: "Da wir ja alle inzwischen erwachsen sind und ihr wisst, dass ihr uns eh wieder zur Zugabe auf die Bühne klatscht, sparen wir uns das Spielchen, verlieren keine Zeit und legen gleich los ... " So stehen nach "Watch Out" als Zusatzgratifikation die Sieger des Abends fest: UNREST. Dass nämlich die Lokalmatadoren aus dem von den Nordlichtern vorzüglich aufgewärmten Publikum keinen Nutzen ziehen können, hat neben Sound-Problemen zwei Gründe: Zum einen proben die Allgäuer gleich zur Eröffnungsnummer "Shadows Beyond My Soul" den dritten Weltkrieg und zünden nahezu gleichzeitig das Gros ihrer Pyros - mit dem Ergebnis, dass man die nächsten sechs Songs vor lauter Nebelschwaden die Hand nicht vor Augen sieht. Und kaum lichtet sich der Dunst und beginnt sich langsam wieder etwas Stimmung im Publikum aufzubauen, wird diese mit einem Akustikset ("In The Mirror", "Best Days Of My Life", "Into The Fire", "Never Surrender") gnadenlos abgewürgt. "Unerträglich kitschige Lagerfeuerromantik" skandiert zwei Tage später die Memminger Zeitung in ihrem Konzertbericht. Was den Nagel in etwa auf den Kopf trifft, aber umso bitterer ist, wenn man weiß, dass die Band mit dieser stromlosen Einlage einem kürzlich an Krebs verstorbenen Fan huldigen wollte. Wie dem auch sei: Die
einzigen, die nun die Kurve kriegen - oder besser: kratzen - , sind die
Konzertbesucher. Ihre Reihen lassen zunehmend größere Lücken erkennen,
obwohl sich Sänger Roberto Dimitri Liapakis und seine Mannen redlich
mühen, das Publikum mit energetischen Power Metal-Hymnen vom Schlage
eines "Savage Souls", "Lords Of Pain", Eternal
Flame", "Sign Of The Cross", der Eigenhommage "Mystic
Prophecy" oder dem Cover des MANOWAR-Gassenhauers "Fighting The
World" bei Laune zu halten. Vergeblich. "Faulpelze nach
vorne!" fordert Liapakis immer öfter immer genervter. Zur Zugabe
werden die Jungs mit dem Heimvorteil, der nun zum Nachteil gerät,
peinlicherweise nur zögerlich rausgeklatscht - hätten sich doch nur
anderthalb Stunden zuvor etwas bei UNREST abgeguckt! |